Bauen, Basteln und DIY-Projekte haben nicht erst seit der Pandemie einen echten Boom erlebt. Gerade in digitalen Zeiten verspüren immer mehr Menschen den Wunsch wieder etwas mit den eigenen Händen herstellen zu können, teilweise auch als Gemeinschaftsprojekte.
Für den Grundaufbau der Werkstatt haben wir uns erneut für zwei aneinandergeschweißte 40-Fuß-Highcube-Container entschieden, es wären jedoch auch kleiner Konstruktionen denkbar. Da es sich nicht um einen dauerhaften Aufenthaltsbereich handelt, sind hier deutlich geringere Auflagen im Hinblick auf Dämmung und Klimatisierung zu beachten. Als gewinnbringend haben wir den Einbau eines großen halb-transparenten Rolltors auf einer der langen Containerseiten empfunden. So kann die verhältnismäßig kleine Innenfläche flexibel um einen Außenbereich erweitert werden, zudem schafft die Gestaltung Offenheit, Transparenz und regt die Neugierde zum Mitmachen an.

Aufgrund des Fachkräftemangels im Handwerk sowie in den MINT-Berufen haben derzeit viele Akteure aus diesem Bereich in starkes Interesse an innovativen Methoden zur Nachwuchsgewinnung. Es bietet sich daher an, die Realisierung eines Werkstattcontainers in Kooperation mit der örtlichen Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft oder vergleichbaren Institutionen anzugehen. Insbesondere das bereite Netzwerk im Handwerk ermöglicht zudem die vergleichsweise einfache Gewinnung von Sponsoren und Kooperationspartnern für Baumaterial, Maschinen und Werkzeuge.
Auch die Nutzungsoptionen der Werkstatt sind vielfältig. Kurse & Workshops, offene Zeiten für eigene DIY-Projekte, Gemeinschaftsprojekte für euren Platz (z.B. Bau von Palettenmöbeln), Schulkooperationen Junggesellenabschiede, eine Fahrradselbsthilfewerkstatt oder ein Repair-Café können hier regelmäßig stattfinden. Aufgrund der kaum erforderlichen Sprachkenntnisse eignet sich die Werkstatt zudem ideal für Integrationsprojekte und die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Stellen.


