Das Projektbüro ist der allerwichtigste Container in eurem Projekt und sollte bereits in einer frühen Phase errichtet werden. Er vermittelt den Menschen vor Ort einen haptischen Eindruck von modularer Architektur und kann bestehende Vorurteile im Hinblick auf wenig ästhetische Baucontainer nehmen. Die Größe ist dabei flexibel auf euren Standort anpassbar, im Pilotprojekt haben wir mit 2×40-Fuß-Highcube gute Erfahrungen gemacht.
Sinnvoll ist die Integration von großen Fensterflächen, die zudem zum Platz hin geöffnet werden können. So schafft ihr Transparenz und größere Räume, gleichzeitig könnt ihr über diese Flächen mit Plakaten, Bemalungen oder auch digitalen Bildschirmen kommunizieren und euer Projekt über Bilder, 3D-Rundgänge oder Planungszeichnungen kommunizieren. Falls es das Budget erlaubt, könnt ihr schon zu diesem Zeitpunkt mit einer Dachterrasse arbeiten, die auf eurem Marktplatz schnell zum Anziehungspunkt wird – sie ist jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt modular nachrüstbar.

Innerhalb des Containers solltet ihr eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Eine kleine Kaffeeküche inkl. kühlen Getränken steigert die Aufenthaltsqualität, digitale Screens oder Datentische erlauben vielfältige Visualisierungen und Mitmachangebote. Als besonderes Highlight haben wir im Pilotprojekt den gesamten Platz als Lego-Modell nachbauen lassen. So konnten alle Interessierten ihre eigenen Ideen für Nutzungsmöglichkeiten und Standorte schnell konstruieren und zur Diskussion stellen – auch für Social Media ergeben sich so gut vermarktbare Bilder.
Allgemein geht es darum, das Projektbüro zu einem echten Multifunktionstalent zu entwickeln. Es ist Treffpunkt der Projektgruppe und mit Kooperationspartnern, ein Ort zur Information der Bürger:innen und im weiteren Verlauf Raum für vielfältige Kurse, Workshops und Events – von der Lesung bis zum Yogakurs. Achtet daher auf eine möglichst flexible Einrichtung, zum Beispiel durch klappbare Tische auf Rollen, leicht stapelbare Stühle oder auch Sitzhocker aus Schaumstoff. Auch das Projektbüro wird im Laufe der Zeit für alle Dorfbewohner:innen für eigene Zwecke nutzbar sein. Hier könnt ihr mit flexiblen Nutzungsgebühren (z.B. „Zahl-Soviel-Du-Willst“) die recht geringen Betriebskosten wieder einspielen.
Je nach Standort kann es sinnvoll sein, das Projektbüro um einen eigenen Sanitärcontainer zu erweitern. So ist er auch als flexibler Arbeitsplatz nutzbar und steigert zudem die Akzeptanz durch halb-öffentliche Toilettenbereiche. Sollten an eurem Standort keine Versorgungsleitungen gelegt werden können, ist auch die Anwendung von Komposttoiletten eine Option.



